Industrielle Stoffe (die auch in Verbraucherprodukten vorkommen)

Vielfältige Stoffe, die wir als Verbraucher verwenden oder die im Einzugsgebiet hergestellt werden, gelangen mit Einleitungen in den Fluss. Es ist nicht hinnehmbar dass industrielle Stoffe und Verbraucherprodukte Normen überschreiten. Für Stoffen, wofür es noch keine Normen gibt, möchte RIWA-Maas dass –hinsichtlich das Vorsorgeprinzip- die Emissionen gesenkt werden, sodass keine Überschreitungen von Zielwerte mehr auftreten. Für regelmäßig oberhalb unserer Zielwerte ermittelten Stoffe streben wir eine Festsetzung von Normen an.

Senkung von Punkteinleitungen und diffusen Einleitungen

Einige Stoffe werden mit Einleitungsgenehmigungen reguliert, andere nicht. Von manchen Stoffen ist bekannt, wo sie herkommen, von einigen nicht. Einige Beispiele aus dieser Kategorie von Stoffen, die Normen oder Zielwerte überschreiten, sind Fluorid, Diisopropylether, Tributylphosphat, Komplexbildner und Benzo(a)pyren. Wir achten bei Einleitungsgenehmigungen darauf, ob die Nutzung der Maas für die Trinkwasserversorgung ausreichend berücksichtigt wird. Wir befürworten dabei die Mitnahme der für uns relevanten Stoffe. Außerdem möchten wir, dass die korrekten maßgeblichen Abflussmengen berücksichtigt werden. Die Maas kann bei einer hohen Abflussmenge nun einmal etwas mehr vertragen, da dann eine größere Verdünnung auftritt.

 

Betrachtung der Emissionen aus einer holistischen (ganzheitlichen) Perspektive

Wenn die Emissionen nicht vom Hersteller eines Stoffes stammen, sondern von den Nutzern eines Produkts, sprechen wir beide an. Möglicherweise kann der Hersteller einen Stoff durch einen weniger schädlichen ersetzen. Eventuell ist es sinnvoll, Produkte in der Abfallphase nach der Nutzung durch den Verbraucher einzusammeln. Ist das Ergebnis zu gering, muss die Reinigung von Abwasser verschärft werden. Ist dies auch nicht möglich, müssen die Trinkwasserversorgungsunternehmen ihre Aufbereitungsanstrengungen erhöhen, doch dies verstößt gegen die EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Eine stärkere Berücksichtigung von Folgen für Trinkwasserquellen

Es gibt eine recht strenge Gesetzgebung in Europa, und zwar sowohl für die Zulassung von Stoffen auf dem Markt als auch für industrielle Emissionen. Die Nutzung von Flüssen für die Trinkwasserherstellung wird jedoch nicht immer hinreichend berücksichtigt. Dies wurde bei den Behörden angesprochen und steht dort nun auf der Tagesordnung. Wir sprechen regelmäßig mit Behörden und Vertretern der Industrie über Stoffe, die wir in der Maas finden. Mit Erfolg: dank neue Produktionsverfahren, sind einige Stoffe aus der Vergangenheit inzwischen kein Problem mehr, wie Tritium, Cadmium, MTBE und ETBE. Selbstverständlich verfolgen wir, ob dies auch so bleibt.