Planzenschutz und Unkrautbekämpfung

Pflanzenschutzmittel gelangen auf unterschiedliche Arten in Oberflächengewässer, auf dem Wege der Ausspülung in den Bächen, aber auch durch die Kanalisation. Für diese Stoffe gibt es eine Trinkwassernorm von 0,1 µg/l; eine ebensolche Norm gibt es in den Niederlanden für Flusswasser, das zur Trinkwasserherstellung genutzt wird. Bereits seit Jahren stellen wir fest, dass diese Norm im Maaswasser überschritten wird. RIWA-Maas möchte, dass die Emissionen so beschränkt werden, dass keine Normüberschreitungen mehr vorkommen.

Geringere Emissionen durch eine verbesserte Zusammenarbeit

Um dies zu erreichen, suchen wir die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, den Herstellern von Pflanzenschutzmitteln, Spritzgeräten und Reinigungssystemen, den Behörden und Wissenseinrichtungen. Von 2010-2012 haben wir mit einigen Parteien im Projekt „Samen werken aan een schone Maas“ (Zusammenarbeit an einer sauberen Maas) (Foto und Link) einige emissionsreduzierte Techniken bei 100 Landwirten oder Lohnbetrieben eingeführt. Diese Techniken wurden danach Teil der Toolbox für Emissionsbeschränkung, des Webtools für Düsen sowie der Technikkarten für Schoon Water Brabant (Sauberes Wasser Brabant). Wir folgen der Umsetzung des Deltaplans Agrarisch Waterbeheer (Deltaplan Agrarische Wasserbewirtschaftung).

Nicht chemische Bekämpfung von Unkraut außerhalb der Landwirtschaft

Zur Unkrautbekämpfung auf Straßen, Plätzen und um das Haus wird vor allem Glyphosat eingesetzt. Das Mittel sorgt für die meisten Normüberschreitungen des Maaswassers. Von 2006-2012 haben wir regelmäßig über die Ergebnisse unserer Wasserqualitätsprüfung berichtet. Wir tragen über unsere Lobby und Messergebnisse zur ländlichen Politikentwicklung bei, zu den Erkenntnissen zu alternativen Methoden zur Unkrautbekämpfung, zum Barometer für nachhaltige Geländebewirtschaftung. Das Ergebnis ist eine Abnahme der Normüberschreitungen: von 40 % auf 20 % unserer gesamten Messungen. Unser Ziel ist somit nur teilweise erreicht. Wir sind daher auch erfreut, dass das Niederländisches Parlement und die Zweite Kammer dank unserer Lobbyarbeit und des Antrags Grashoff 2014 beschlossen hat, ein Verbot der chemischen Unkrautbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft einzuführen, das Anfang 2016 wirksam wird. Die anderen Länder im Einzugsgebiet der Maas haben vergleichbare Maßnahmen getroffen oder werden diese einführen: ein Verbot der chemischen Unkrautbekämpfung und der Förderung emissionsbeschränkender Maßnahmen in der Landwirtschaft.

Wir sprechen die Problematik in der IMK an, in den Gesprächen mit Schwesterorganisationen. Das Ergebnis dieser Initiativen kommt in der Anzahl der Überschreitungen zum Ausdruck: ein rückläufiger Trend, doch immer noch Überschreitungen, wir haben das Ziel also noch nicht erreicht. Wir werden mit unseren Messungen die Effektivität der Maßnahmen mitverfolgen.